Wir schreiben das Jahr 1721

UPDATE! Ist Karl der Große, sind 300 Jahre im Mittelalter bloß erfunden? Obwohl die Mehrzahl der Historiker davon ausgehen muß, daß die Zeit zwischen 614 und 911 nach Chr. aus den Geschichtsbüchern gestrichen werden sollte, weil es sie einfach nicht gegeben hat, werden die Konsequenzen in den Geschichts- und Schulbüchern mit keiner Silbe erwähnt.

Die in den Kalender eingeschobene fiktive, erfundene Zeit, reicht genau vom September 614 bis zum August 911 (Heribert Illig). Eine ähnliches Zeitintervall muß aus den Kalendern anderer Kulturen extrahiert werden. In China z.B. gilt dies für die Tang-Dynastie von 616 bis 907.

Wohlgemerkt, geht es hier nicht um einen neuen Dänicken, sondern um nachweisbar verfälschte Geschichtsschreibung, die für Europa ausgerechnet die bedeutendste Figur des frühen Mittelalters betrifft: Karl den Großen. Mit dem großen Karl fällt auch sein Vater Pippin, seine Großväter Heribert von Laon und Karl Martell aus der Geschichte. Abtreten müssen auch Widukind und Harum al-Raschid, Karls Vasallen und Verbündeten, seine direkten Nachfahren in allen europäischen Ländern, fast 25 byzantinische Kaiser und mehr als 50 Päpste verlassen die Geschichte.

Indem wir die eingeschobenen gefäschten Jahre ausklammern, kommen wir auf das Jahr 1721, von dem wir heute ausgehen müssen, denn es wurde ja nicht etwas ersetzt, sondern wirklich hineingeflickt.

Ein gigantischer Fake!

Die großen Karlsfälschungen werden Kaiser Otto III., Kaiser Heinrich IV. und Kaiser Friedrich Barbarossa zugeschrieben. Immer ging es um die Macht zwischen Papst- und Kaisertum; das Kräftemessen zog sich bis zu Friedrich II. hin. Sie alle führten ihre Rechte auf Karl den Großen zurück.

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Karl, der leuchtende, gottgekrönte Augustus, der große und friedfertige Kaiser, Lenker des römischen Reiches, auch nach Gottes Barmherzigkeit König der Franken und Langobarden…“ – so schreibt der fiktive Karl an seinen Sohn Pippin.

Angeblich hat Einhard, Chronist jenes bedeutenden Strategen, der die Herrschaft über Europa mit einem Meer von Blut, Schweiß und Tränen erreichte, am Hofe Karl des Großen gelebt und aus eingener Erfahrung berichtet.

Auch Einhards „Dichtung“ wurde größtenteils als Fälschung entlarvt.

Karls Wirken reicht bis in die Gegenwart.

Da Karl der Große zwar nur ein kurzlebiges zentraleuropäisches Imperium geschaffen hatte, das Territorium sich aber ungefähr mit dem Gebiet der EWG identisch war, hatten christlich-konservative Politiker 1957 den Traum, mit Berufung auf Karl den Großen eine renovatio imperii aus der Taufe zu heben: die Wiederherstellung eines christlichen Großreiches in Europa.

„Die Geschichte Karls des Großen ist die Geschichte Europas“, schreibt Dieter Hägermann in der neuesten Lebensbeschreibung aus dem Jahr 2000. Vor den angeblich 1200 Jahren, am Hofe des angeblich so großen Europäers, spielte der viel zitierte Begriff kaum eine Rolle. Über Europa verlieren weder sein Biograf Einhard, der Jahrzehnte am Hof seines Herrn in Aachen verbrachte, oder die „Reichsannalen“ kein Sterbenswort.

Dennoch: ein unbekannter Dichter hob die Bildsprache auf den höchsten Altar: „Nun treibt (der sanfte Südost) mich an, ausgreifenden Schrittes zur Höhe zu eilen, wo Europas ragender Leuchtturm hell erblinkt: wo König Karl seinen mächtigen Namen bis an die Sterne verbreitet. Wie die Sonne leuchtet mit ihren Strahlen: so erhellt David mit dem starken Licht seiner Huld die Erde“; und er schließt mit dem folgenschweren Wort vom „Vater Europas“.

Über die Zeit zwischen 600 und 900 schweigt alles, was Geschichtsforschern üblicherweise hilft, Quellen und Daten als Nachweis für die Existenz von Persönlichkeiten festzumachen. Aus diesen drei Jahrhunderten sind weder Münzen zu finden, noch Waffen, die sich für diesen Zeitabschnitt zuordnen lassen. Es gibt keine Kirchenbauten noch profane Gebäude, die eindeutig auf diese Phase verweisen. Historiker erklären diesen Umstand mit dem Hinweis, aus der Zeit des „Dunklen Mittelalters“ wären eben keine Spuren übrig geblieben – eine mehr als bemerkenswerte Begründung angesichts des brühmtesten aller europäischen Kaiser, der unzählige Kriege geführt und die Kunst zu größter Blüte gebrachte haben soll. Ja, nicht einmal der Kaiserdom zu Aachen, der unter Karl gebaut worden sein soll, stammt aus seiner Epoche.

Wann gingen die Fälscher zu Werke?

Heribert Illig schreibt in seinem Buch: Tatsächlich gibt es keine eindeutige Fälschungszeit, weil Karl der Fiktive zu unterschiedlichen Zeiten immer neue Konturen hinzugewonnen hat. Schrittweise wurde er zu jenem allumfassenden Popanz ausstaffiert und aufgebläht, dem alle materielle Substrat abgeht und der schließlich jeden Bodenkontakt verliert. Die Hauptstationen seiner Erfälschung sind zweifellos während der ersten drei kaiserlichen Dynastien anzusiedeln, unter den Sachsen, Saliern und Staufern.

Unter Otto III. (983 – 1002) erwarten wir die erste <Erfindung> des großen Karls. Er hat als Endzeitkaiser aufzutreten, der seine Macht an Otto delegiert. Von Otto selbst, seinem Vater Otto II. oder seiner byzantischen Mutter Theophanu dürfte die universale Kaiseridee stammen. Mit Sicherheit hat er jene Renovatio versucht, die man dem großen Karl vergebens unterschieben wollte. (…) Otto III. könnte zusammen mit seinem Vertrauten Gerbert, den er zu Papst Silvester II. erhöhte, mit Reichskanzler Willigis von Mainz, mit Erzkanzler Heribert von Köln und seinem einstigen Erzieher Bernward von Hildesheim die Karlsfiktion kreiert und deren imaginäres Kaisertum auf seinen Großvater Otto I. rückübertragen haben.
Unter Kaiser Heinrich IV. (1056 – 1106) dürfte die Aachener Pfalzkapelle als Hauptbau der Karolingerzeit entstanden sein. Dieser Salier lag in ganz besonders heftigem Streit mit dem Papsttum, insbesondere mit Greor VII.. der ihn gebannt, als ersten deutschen König abgesetzt und zu jenem Canossa-Gang von 1077 genötigt hat, der noch heute immer wieder neu interpretiert wird. (…) Ihm mußte wegen des ausufernden Investiturstreits besonders an einem übermächtigen papstdüpierenden Vorfahren gelegen sein.
Ganz andere Aktivitäten entfaltete der fast schon fantastische Karlsverehrer Friedrich I. Barbarossa /1152 – 1190): Er läßt Karl exhumieren, heiligsprechen und öffentlich verehren, von ihm stammt der Begriff „Heiliges römisches Reich“, „Sacrum Romanum Imperium“.

Nach der Zeit, in der Karl gelebt haben soll (ca. 742 – 814), wankt das von ihm zusammeneroberte Reich beängstigend schnell und die von ihm gelegten „karolingischen Impulse“ eröschen, um schließlich in einer der rätselhaftesten Perioden unserer Geschichte zu versiegen. Illig zitiert Ferdinand Gregorovius, den für die Zeit ab 823 besten Kenner der römisch-mittelalterlichen Geschichte: „Die Zustände Roms in dieser Zeit sind in so tiefes Dunkel getaucht, daß die Geschichte der Stadt nur fragmentarisch (…) sichtbar wird.

Auch die Hauptquelle „Einhard“ bringt trotz ihrer mehr als 80 erhaltenen Handschriften kein Licht ins Dunkel – sie wird wie alles aus karolingischer Zeit als Fälschung beurteilt. Das Schicksal hätte den Hofschreiber Karls schon längst ereilt, wäre Karl der Große nicht ein sakrosanktes Kultobjekt.

Noch heute bleibt Karl der Große das Paradebeispiel politischer Vereinnahmung.

Jährlich wird in Aachen der Karlpreis an „große Europäer“ verliehen; den ersten erhielt 1950 Völkervermischer Richard Nikolaus Graf Coudenhove-Kalergi. Der Brandschatzer Dresdens, Sir Winston Churchill, folgte 1955. Angela Merkel nahm den Preis 2008 in Empfang, zu einer Zeit, da ihre große Stunde erst noch kommen sollte.

Die Internet-Seite zum Internationalen Karlpreis der Stadt Aachen verkündet:

Es verwundert nicht, daß Karl der Große zum Namensgeber für den neuen Preis wurde. Er gilt als erster Einiger Europas. Karl der Große wählte Ende des 8. Jahrhunderts Aachen zu seiner Lieblingspfalz. Die Stadt weist somit zu Recht auf ihre frühe europäische Bedeutung hin. Sie war Mittelpunkt eines Reiches, das sich über die romanisch-fränkischen Kerngebiete, die germanischen Stammesgebiete östlich des Rheins und die Siedlungsgebiete der Sachsen, Franken, Friesen, Thüringer, Schwaben und Bayern erstreckte.

Karl der Große hatte Gelehrte aus ganz Europa um sich versammelt, die die Höhe der Bildung jener Zeit widerspiegelten. Sie gaben die Impulse für jene das ganze Reich erfassenden Bemühungen zur Bewahrung des antiken Bildungsgutes, der christlichen Traditionen und zur Pflege von Wissenschaft und Literatur. Zum Werk der Konsolidierung im Inneren des Reiches gehörte auch der Ausbau der Verwaltung und der Justiz sowie eine einheitliche Gesetzgebung. Karls besonderes Augenmerk galt dem christlichen Glauben, den er als entscheidende Klammer für die Einheit des Reiches betrachtete.

Den eigentlichen Preis sollte man demjenigen widmen, der den grandiosen Mythos vom Schlächter der europäischen Völker erfunden hat. Bedauerlicherweise gibt es diesen großen Einzelfälscher nicht. Mehr als 240 Königs- und Fürstengeschlechter leiten ihre Abkunft auf den Großen Karl zurück – 240 Gründe, an diesem Mythos weiter zu stricken.

Beitragsbild: Siegel Karls des Großen: pixabay.com

(Visited 648 times, 1 visits today)

7 Kommentare

  1. Ja wie jetzt?
    Ich habe auch schon gehört, daß es das dreizehnte Jahrhundert nicht gegeben haben soll, aber,
    drei Jahrhunderte? Und welche Beweise? Im Text kommen die nicht vor!

    Und, haben wir gerade keine anderen Sorgen?

  2. Drei Jahrhunderte, genau 297 Jahre sind eingeschoben in die Zeitrechnung.
    Beweise bringt Illig auf 400 Seiten im Buch. Das kann ich nicht alles zitieren. Das Frapierende: auch früher gab es bereits Geschichtsfälschungen, wie die germanischen Völkerwanderungen die es nicht gegeben hat. Damit haben die Römer die Kriegszüge der Germanen gegen ihre nördlichen Provinzen vor dem römischen Volk verharmlost. Und im 1. und 2. Weltkrieg gab es wieder gewaltige Geschichtsfälschungen. Insofern ist der Artikel hochaktuell.

    • Nachtrag/Korrektur: Das „LOL“ war nicht auf den Artikel bezogen. Es ist wichtig zu wissen, was in der Vergangenheit so los war. Aber wir stellen fest: Wir wissen es nicht, eh? Es wird gelogen und geschummelt. Wir leben im JETZT. Wie sind wir dort hingekommen, 2018 nach einem Herrn Jesus? Wer hat sich diese Zeitrechnung ausgedacht? Wir benutzen sie alle. Sie ist maßgäblich. Für was? Für wen?
      Für Gläubige. „Follower“ heißt das heute trendy und zeitgemäß.

      Als ob mit Christi-Geburt die Zeit erst begann. Das ist doch Humbug!
      Gut, man einigt sich auf ein gemeinsames Datum, ab dem gezählt wird.
      Aber wer steckte dahinter? Die Römer. Und die herrschen bis heute. Wie haben die Sumerer oder Maja ihre Kalender geführt? Völlig anders. Aber die existieren nicht mehr. Jetzt herrschen ROM, LONDON, WASHINGTON als Babylon 2.0.
      Gab es einen Holocaust oder nicht? KEINE AHNUNG! Waren die Amis auf dem Mond?
      Kolumbus dachte die Erde sei flach, obwohl die Sumerer bereits alle 12 Planeten gemalt hatten, die wir erst 1930 (Merkur) und 1980 (Pluto) entdeckten? Und heute schreiben Leute in Foren wieder, die Erde sei doch flach? Da fällt mir nix mehr zu ein. Außer: Ich weiß, daß ich nichts weiß. Es sei denn, ich habe es gesehen oder angefasst.

  3. @Zulu
    Da geb ich dir vollkommen recht und wer hat sich damals für die Wahrheit eingesetzt die ganze Menschheitsgeschichte ist eine Lüge!

    „Wer nicht bereit ist die „Wirklichkeit“ zu hinterfragen, der sollte auch nicht darüber urteilen!“
    (tibetanisches Sprichwort aus dem 18. Jh./ Himalaja)

    Sanchuniathon, Phönizier ca, 1.200 vC: Seit unserer frühesten Jugend sind wir daran gewöhnt, verfälschte Berichte zu hören, und unser Geist ist seit Jahrhunderten so sehr mit Vorurteilen durchtränkt, dass er die fantastischsten Lügen wie einen Schatz hütet, so dass schließlich die Wahrheit als unglaubwürdig und die Lüge als wahr erscheint.

    Tödliches Wissen

    Das große Menschenmorden im Namen der Lüge Nicht umsonst steht im Jüdischen Gesetz (Bibel) geschrieben, dass jeder, der, wenn er vom „Baum der Erkenntnis isst“, also zum Wissenden wird und plötzlich Gut und Böse richtig zuordnen kann, sterben muss. „Von allen Bäumen des Gartens [Eden] darfst du essen, nur vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen; denn am Tage, da du davon issest, musst du sterben.“ (Genesis 2:16-17)

    Eugen Gabowitsch und Wilhelm Kammeier: „Die Fälschung der deutschen Geschichte “ deckten diesen Jahrtausendbetrug auf. Die auf Papyrus und Pergament geschriebene Geschichte der Griechen und der Römer ist durchweg die auf Erz, Stein etc. geschriebene, zum großen Teil eine geniale Fälschung des italienischen Humanismus. Aber das ist nur die eine Seite des Humanismus. Sein zweites großes Werk ist die Aufzeichnung, d. h. Fälschung der
    Bibel, des Alten wie des Neuen Testament – und diese beiden Fälschungswerke ließen ein drittes erstehen, die Fälschung der ganzen frühmittelalterlichen Quellenliteratur. Planmäßig, systematisch erdichtet, erfunden ist die ganze Geschichte der europäischen Völker von Anfang an bis ins 13. Jahrhundert, verfälscht bis in die Zeit der Reformation.

    Anm. d.Red. – Die Juden haben sich in die Bibel reingefälscht und sich als „auserwähltes Volk “ in die Weltgeschichte reingemogelt. Arthur Schopenhauer, Richard Wagner, Friedrich Nietzsche: Wir sind Hyperboreer und Helena Blavatsky erkannten diese o.g. Fälschung als Abschriften aus uralten arischen Veden. Die Arier unsere Vorfahren, beteten ursprünglich keinen Gott an, sie waren göttlichen Ursprungs!
    Die „Römische Zahlen “ sind dann
    germanischen Ursprungs – die Änlichkeit mit Runen ist unübersehbar – , nennen wir sie deshalb wieder Stabzahlen.

    Der Name Israel ist ein urgermanischer Name für germanische Stämme und findet sich schon lange vor den Juden in Palästina ( Gebirge Palästina ), von ausgewanderten Germanenstämmen dorthin gebracht. Die Hebräer haben diesen Namen sich angeeignet, um als Höherrassige, als Heilige Gottes und Träger der Verheißung zu gelten. Die zwölf Geschlechter Israels waren zwölf Germanenstämme, keine Hebräer. Nicht nur im Totem ( Malzeichen) unterschieden sich die Völker voneinander, sondern auch durch die Kleidung. Die Heiligen Gottes ( Germanen) trugen zur Unterscheidung von den Anhängern des großen Tieres des Niederrassentums weiße Kleider ( Off. Joh. 7 u. 19 ). Weiß ist die Farbe der Unschuld, der Gerechtigkeit, der
    Reinheit, rot die Farbe des Niederrassentums. Heute noch bevorzugt der Germane die lichten Farben des Himmels: weiß, blau, gold der Niederrassige die dunklen Farben , insbesondere rot ( s. hierüber die vorzüglichen Untersuchungen von A. Harpf : Natur – und Kunstschaffen. Jena 1910, bei Tostenoble). Weiß, schwarz und rot sind heut noch politische Farben, Kreuz und Hakenkreuz (Sonnenrad) das Zeichen der „Lämmer“ (Germanen), der hebräische Sowjetstern das des Niederrassentums. 1914 wurde die „Schlange“(Satan) los, verführte die Heiden ( Untiere, Niederrassigen ) an allen Enden der Erde und führte die zum Vernichtungskampf gegen “ Kreuz“ und „Lamm“, d.i. gegen das Germanentum, bzw. dessen Hauptvertreter, das Deutschtum – und nicht zum erstenmal in der Weltgeschichte. Wer gegen das Hakenkreuz kämpft, streitet somit für das Niederrassentum und gegen das Deutschtum und dessen Zeichen.

    Wir leben nun mal in einem übergroßen Chaos, welches die logische Konsequenz einer übergroßen Lüge ist, die irgendwann zusammenbrechen muss, wenn nur einige Leute sich damit befassen. Das ist heute der Fall und es werden immer mehr, die allerdings wohl kaum die Masse der Menschen erreichen. Das ist auch nicht notwendig, denn die Geschichte ist voll mit Beispielen, wo fünf Prozent der Bevölkerung reichen, um eine deutliche Änderung der herrschenden Zustände zu erreichen. Es ist also nicht notwendig den Schlafschafen den Krieg zu erklären.

  4. Tja, das war wohl nix mit Herrn Illig!
    Das Rätsel der verschwundenen Jahrhunderte – Prof. Dieter B. Herrmann
    https://www.youtube.com/watch?v=1YsHUQxK6zg

    Der gregorianische Kalender ist vollständig, weil die berechenbaren Sonnenfinsternisse und Mondfinsternisse in das Raster der teilweise dokumentierten Ereignisse passen.

    Offensichtlich ist Gernot L. Geise mit seinem Buch “Superflut über Ägypten: Die Pyramiden standen unter Wasser” wesentlich näher an der Wahrheit dran als Herr Illig. Genau in den vermeintlich fehlenden 300 Jahren sind nämlich die dokumentierten Ereignisse auffällig oft verschoben oder ungenau.

    Maja schreibt in ihrer Rezension unter anderem: „Kurzum: Gernot behauptet, dass ungefähr um das Jahr 750 eine Superflut unsere Erde heimgesucht hat, die nicht nur Ägypten unter reißende Wasserströme setzte sondern unter anderem auch alle uns bekannten antiken Stätten und Naturdenkmäler weltweit. An den ehemals bebauten Orten lagerten danach nur noch durcheinander gewürfelte Riesentrümmer der Megalithstrukturen herum, als hätte ein Riese damit Kegeln oder Würfeln gespielt. Was wir heute in Griechenland und Ägypten besichtigen können, sind größtenteils Rekonstruktionen ausgefüllt, ergänzt mit Betongüssen unserer Zeit! Auch der Gran Canyon in den USA ist Zeuge dieser kaskadenartigen Superflut, die wohl nur wenige Monate gedauert hat (Superflut-Szenario ab S. 209 ff). Sämtliche alten Kulturen verschwanden vor rund 1300 Jahren, also um rund 750. Sie wurden alle gewaltsam vernichtet. Unser neuzeitliches Schriftgut beginnt vor rund 1000 Jahren bei Null!
    .
    Um das Jahr 1000 gab es weltweit nur noch rund 1000 (eintausend) Menschen (S. 246 ff). Die Menschheit war also fast ausgerottet! Und was wissen wir schon gesichert über die ersten Tausend Jahre unserer westlichen Zeitrechnung? Alles Spekulationen und kecke Behauptungen voller Widersprüche. Laut Ewert (S. 247) fand ein globaler Kulturneubeginn um das Jahr 1000 statt. Nach einer rund dreihundertjährigen Erholungsphase von dieser katastrophalen Flut vor rund 1300 Jahren, über die wir sonst nirgendwo etwas niedergeschrieben finden, entwickelten sich die Sprachen und Schriften neu (S. 248 ff), bzw. wurden neu erschaffen – wie das höchst fragwürdige Latein. Ein glasklarer Hinweis auf einen gewaltigen Einschnitt in die Zivilisation. So werden die fehlenden 300 Jahre im sog. Mittelalter (ein Gummibegriff der von 700 bis 1400 reicht) langsam erklärbar. Das war demnach die Regenerationsphase der Erde und ihrer Lebewesen nach der jüngsten Flut. Der Auslöser? Evtl. ein Meteoritenhagel incl. Erdschollenbewegungen (S. 242).
    .
    Um etwa 800 geht das antike Alexandria im Meer unter (S. 231). Ein Riesenkrater im Golf von Mexiko entsteht durch Himmelskörpereinschlag (S. 242). Die Zerspülungen von Gebirgszügen weltweit dokumentiert der Autor mit Satellitenbildern aus dem Internet (Google Earth). Die überdeutlichen Wassererosionsspuren an den ägyptischen Monumenten belegt er mit eigenen Fotos. Herr Geise baut seine Thesen auf sauber dokumentierten Hinterlassenschaften, Artefakten auf. Nicht nur auf das Herzstück der Ägyptologie, die Gizeh-Pyramiden mit dem Sphinx geht der Verfasser detailliert ein, sondern auch auf die Pyramiden von Dahshur (S. 127 ff), mit der sogenannten Knickpyramide. Diese rote Pyramide war nachweislich mit Wasser vollgelaufen! Ihre Verkleidung an den Kanten ist abgerissen, die der Cheopspyramide fehlt fast ganz.“

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*