Wer schießt hier über die Stränge?

Mit den Propheten im eigenen Lande ist das so eine Sache: Vor rund 2770 Jahren, als die Israeliten durch die Großmacht Assyrien schon teilweise unterjocht waren, mahnte der jüdische Prophet Amos seine Landsleute: „Ihr trinkt den Wein kübelweise und verwendet die kostbarten Parfüme; aber dass euer Land in den Untergang treibt, lässt euch kalt.“ (Amos 6,6)

Die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag informiert über die Aktion des Bayerischen Innenministers Joachim Herrmann in Sachen Ermittlung gegen Die Bayerische Schießsportgruppe München e.V.:
Ermittlungsverfahren gegen ‚Die Bayerische Schießsportgruppe München e.V.‘ eingeleitet
Ermittlungsverfahren gegen ‚Die Bayerische Schießsportgruppe München e.V.‘ eingeleitet – Bayerns Innenminister Joachim Herrmann prüft vereinsrechtliches Verbot – Enge personelle Überschneidungen zwischen Schützenverein und Pegida München.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat gegen den Verein ‚Die Bayerische Schießsportgruppe München e.V.‘ (DBSSG) ein vereinsrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet. „Wir haben Anhaltspunkte, dass sich der Zweck der Schießsportgruppe gegen die verfassungsmäßige Ordnung und den Gedanken der Völkerverständigung richtet und nur vorgeblich im sportlichen Schießen besteht“, begründete Herrmann den Schritt. „Diese Leute könnten durch den legalen Besitz von Waffen in der Lage sein, mit Waffengewalt gegen Minderheiten und politische Repräsentanten des Staates vorzugehen.“

Um die konkreten Verdachtsmomente zu überprüfen, fanden heute aufgrund richterlicher Anordnung Durchsuchungsmaßnahmen bei zehn Personen an elf Objekten statt, schwerpunktmäßig im Raum München, aber auch in Kaufbeuren und Bad Rodach. Knapp 120 Polizisten waren im Einsatz, darunter Spezialeinheiten. Die Ermittler haben verschiedenes Beweismaterial sichergestellt, das jetzt ausgewertet wird. Unter anderem wurden auch Verstöße gegen das Waffengesetz festgestellt und zwei illegale Waffen beschlagnahmt. Ob die Beweislage für ein vereinsrechtliches Verbot ausreicht, wird nach Herrmanns Worten jetzt akribisch geprüft. „Auf jeden Fall sind wir heute der waffenaffinen Szene rund um Pegida München gehörig auf die Füße getreten.“

Es steht laut Herrmann im Raum, dass es sich bei der Schießsportgruppe um den ‚bewaffeneten Arm` von Pegida München handelt. Wie Herrmann deutlich machte, besteht eine enge personelle Überschneidung zwischen den Mitgliedern des Schützenvereins und Pegida München, gerade auf Führungsebene. Diese Führungsfiguren haben beispielsweise bei Pegida-Kundgebungen von ’schweinischen Migranten‘ gesprochen. Außerdem wurde Propagandamaterial rechtsextremistischer Parteien verteilt.

„Wir haben die Sorge, dass die Bayerische Schießsportgruppe München die verfassungsfeindlichen Ziele von Pegida München kämpferisch aggressiv verwirklichen will, beispielweise mit Angriffen auf Minderheiten wie Flüchtlinge und Muslime“, erläuterte Herrmann. „Wir schauen hier nicht tatenlos zu. Jede Form von Extremismus nehmen wir sehr ernst. Deshalb gehen wir auch jedem Verdacht gegen eine Unterwanderung unserer verfassungsmäßigen Ordnung konsequent nach.“

Soweit der Text der CSU.
Es ist dies der erste -und nicht zufällige bzw. zu erwartende- Fall, in dem gezielt gegen sog. „legale“ Waffenbesitzer vorgeganen wird; und zwar nicht allein gegen den individuellen, sog. „legalen“ Waffenbesitz, sondern gegen ein sich auf dem Boden des Rechts konstituierendes, abstraktes (da JP) Kollektiv mit der einzigen (rechtlich substanzlosen) Behauptung, daß einzelne  Mitglieder dieses Kollektivs politische Überzeugungen heg(t)en, die der offiziellen Parteilinie mißfallen.

Die Aktion beweißt einmal mehr, wie nervös die Verantwortlichen inzwischen sind und dabei nicht erkennen, wie sehr sie selbst die Verantwortung für eine Entwicklung tragen, die sie in diese Sackgasse geführt hat (oder in selbige geführt wurden). Jetzt werden Staatsanwälte und Richter bemüht. Natürlich wird es „berechtigte“ Gründe geben, da man solche dringend braucht:

A um nicht als Blamierter dazustehen
B um vor der Gesellschaft ein Exempel zu statuieren

Letzteres wird das Hauptziel sein, weil man nicht nur spürt, sondern genügend Erkenntnisse darüber hat, wie die Stimmung im Land zu kippen droht. Während die Ursachen dieser Entwicklung ganz offensichtlich nicht wahrgenommen bzw. zugegeben werden wollen (dürfen) wird gleichzeitig der Weg zur Spaltung der Gesellschaft fortgesetzt und völlig ignoriert, auf welche Katastrophe für unser Land das hinsteuert.

Zwei illegale Waffen wurden bei der Aktion in Bayern beschlagnahmt, betont die CSU, um Herrmanns Entscheidung zu untermauern. Um welche Art illegale Waffen es sich dabei handelt, wird verschwiegen. Es heißt nicht „illegale Schusswaffen“. Waren es evtl. unerlaubte Messer mit zu langer Klinge oder ein Schlagstock, der nach Waffengesetz verboten wäre? Hier soll nicht zum Besitz solcher „Nicht-Schusswaffen“ das Wort geredet werden. Im Kontext des Herrmann-Papiers hat die Erwähnung der Beschlagnahme illegaler Waffen vermutlich die Aufgabe, der Bevölkerung generell Angst vor jeglichen Waffen, einschließlich legaler Schusswaffen, einzutrichtern.

Dies in einem Land, dessen verantwortliche Politiker Hunderte illegale IS-Kämpfer ins Land gelassen hat, einschließlich der Schusswaffen, die diese Leute dabei haben, und es gibt auch keine Berichte darüber, daß etwa illegale Waffenlager dieser Gefährder hochgenommen wurden. Dagegen rühmt man sich der Beschlagnahme von zwei illegalen Waffen (von irgendwelcher Provinienz).

Nicht zu reden von den Milliarden, die in diesem Staat legal mit Kriegswaffenexporten verdient werden können, von denen ein gewisser Rückfluss nach Europa und auch in die BRD angenommen werden darf. Dagegen vorzugehen wäre sinnvoller, als das vermutliche Aufbauschen von Vorgängen, die nur einen Sinn hatten, den sich auch die CSU in Bayern nicht scheut, deutlich auszusprechen:

„Auf jeden Fall sind wir heute der waffenaffinen Szene rund um Pegida München gehörig auf die Füße getreten.“

Gewiß, es gibt genügend Kräfte, die nachvollziehbare (wenn auch nicht verständliche) Gründe haben, weshalb in der BRD Partei-Entwicklungen wie in Holland und Frankreich auf Biegen und Brechen verhindert werden sollen. Gegenüber der AfD geschieht das noch durchaus erfolgreich mit Hilfe der MSM, Antifa und sogar – wie zuletzt in Köln mit herangekarrten Chaoten aus Schweden, Frankreich und Italien. Wer hat das eigentlich organisiert und bezahlt?

Doch solange die Ursachen dieser Entwicklung nicht beseitigt werden, könnte der Prozess auf eine (hoffentlich nicht mehr bewältigbare gewalttätige) Klärung zusteuern. Aktionen wie die des Bayrischen Innenministers werden im günstigen Fall die Zeitspanne verlängern, im ungünstigen Fall eher sogar verkürzen.

Eines ist sicher: Der Orwell-Staat könnte aus solchen Anfängen mächtig wachsen und brutal werden. Leute wie Herrmann können (wollen) vermutlich nicht begreifen, daß sie dabei sind, den schon vor Jahren gegen die Bevölkerung  aus kleinen (damals belanglos erscheinenden Anfängen) losgetretenen „Krieg“ eskalieren zu lassen; die Auswüchse dieser Entwicklung stehen uns womöglich bevor.

Carpe Diem!

Was immer das dominierende „Böse“ unseres einzigartigen und wunderbaren Globus mit uns vor hat:

Bleiben wir menschlich und anständig!

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