Prognosen oder Prophetien

Gibt es ein Ende der Weltwirtschaft? Wer sagt uns wie es weitergeht? Prognosen und Prophetien. Ich stelle eine Auswahl Bücher zum Thema Ende des Kapitalismus vor.Nouriel Roubini ist der neue Superstar der Ökonomie. Kein anderer Ökonom hat so frühzeitig und präzise vor der Wirtschaftskrise gewarnt wie er. Zunächst von Fachkollegen ungläubig bestaunt, haben sich seine Prognosen als äußerst treff – sicher erwiesen. In seinem Buch liefert er eine große und fundierte Analyse der Krise und beantwortet die wichtigsten Fragen, die Wirtschaft, Politik und Gesellschaft aktuell bewegen, wie: Wer ist schuld an der Krise, die Märkte oder der Staat? Was ist die Zukunft des Kapitalismus? Wie können wir das globale Wirtschaftssystem reformieren, um zukünftige Krisen zu verhindern? Roubini erklärt die globalen wirtschaftlichen Zusammenhänge ganz neu. Er schaut für uns in die Zukunft und sagt, wie die Weltwirtschaft aus der Krise herauskommen kann und draußen bleiben wird.

Das houellebecqsche Universum ist eines, in dem sich Individuen in stetiger Konkurrenz miteinander befinden. Allein das (schwindende) Ideal der Liebe könnte aus diesem auf Dauer für alle unbefriedigenden Kreislauf befreien. Bernard Maris’ Buch bietet nicht nur eine fundierte Gesellschaftskritik, sondern auch einen Schlüssel zum Verständnis des Werks eines der wichtigsten Autoren der Gegenwart.

»Dieses kleine, aber feine Buch ist zugleich ein Pamphlet gegen den ökonomischen Liberalismus und eine Würdigung des visionären Talents von Houellebecq.«
VAR MATIN

»Bernard Maris demonstriert, mit welcher Meisterschaft Houellebecq die Auswüchse der kapitalistischen Gesellschaft aufzeigt, die wir heute erleben.«
LE JOURNAL DU MEDECIN

»Kein anderer Schriftsteller hat die ökonomische Malaise, die unsere Epoche vergiftet, so vollständig durchdrungen wie Houellebecq.«
BERNARD MARIS

Der Euro wankt, immer neue „Rettungsschirme“ werden aufgespannt: Wir Bürger müssen die Suppe auslöffeln, die uns die deregulierte Finanzwirtschaft eingebrockt hat. „Die zentralen Versprechungen des Neoliberalismus haben sich als Luftnummern erwiesen!“ stellt der Ex-Manager Ulrich Mössner fest. Er plädiert für eine Abkehr vom Diktat des Shareholder Value und fordert eine Wende zu einer nachhaltigen Marktwirtschaft. Er zeigt neue Lösungen auf für unsere Schulden- und Strukturprobleme – mit fachlichem Weitblick und viel praxisorientierten Know-how.

An allen Ecken und Enden kracht es im System: Der Kapitalismus befindet sich in einer multiplen Krise. Die politische Klasse ist verunsichert, macht aber in der Regel weiter in althergebrachten Bahnen.

Damit entsteht eine Lücke, um eine Welt jenseits des Kapitalismus zu denken und zu schaffen. Alternative Lebensweisen und Protestbewegungen bilden den Ausgangspunkt einer postkapitalistischen Perspektive, hier wird ausprobiert, was später kapitalistische Formen ersetzen soll.

Eben darum geht es den AutorInnen: eine bessere, sozialere, ökologischere und geschlechtergerechtere Welt nach dem Kapitalismus denken und planen zu können.
Aus dem Inhalt:

Ulrich Brand beleuchtet »Debatten um Degrowth und Post-Extraktivismus«.
Klaus Dörre erkundet »die Grenzen der ­Landnahme«.
Alex Demirović geht »an die Grenzen des Kapitalismus« heran.
Horacio Machado Aráoz untersucht Extraktivismus und Kolonialismus im 21. Jahrhundert.
Isabel Rauber denkt den Sozialismus im 21. Jahrhundert neu.
César Rendueles verknüpft Emanzipation, ­Brüderlichkeit und Solidarität.
Aaron Tauss/Tamara Ehs umreißen »die radikale Transformation des kapitalistischen Staates«.
Christa Wichterich errichtet »Bausteine von Zukunft« mit dem »Charme des Selbermachens«.
Raul Zelik berichtet »von Erfolg und Scheitern des sozialistischen Neoreformismus in Venezuela«.

Wir leben zwar in einer Demokratie, die Möglichkeiten der Bürger zur Mitbestimmung bei politischen Entscheidungen sind aber faktisch äußerst beschränkt. Unter den bestehenden institutionellen Strukturen ist der Staat nahezu vollständig der bürgerlichen Kontrolle entglitten. Der Einzelne sieht sich in zunehmendem Maße einer anonymen, niemandem verantwortlichen Bürokratie ausgeliefert. Selbstbestimmung und Eigenverantwortung des Individuums sind als Werte fast zur Gänze verloren gegangen. Die Autoren versuchen aufzuzeigen, welche Absurditäten sich im Namen sozialer Gerechtigkeit in unser Gesellschaftssystem eingeschlichen haben, welche Fehler politisch Handelnde in der Absicht begehen, das allgemeine Wohlstandsniveau zu heben, wie aus Kalkül und Ideologie den Menschen ein X für ein U vorgemacht wird und wo die drängendsten Probleme der hochverschuldeten europäischen Sozialstaaten liegen.

Warum schreitet die ökologische Zerstörung des Planeten trotz unzähliger Klimagipfel ungebremst voran? Warum hungern mehr Menschen als je zuvor auf der Erde, obwohl noch nie so ungeheure Reichtümer angehäuft wurden wie heute? Warum erweisen sich die globalen Eliten als unfähig, die Richtung zu ändern, obwohl ihr Kurs in einen planetaren Crash führt?
Der Berliner Autor und Journalist Fabian Scheidler legt in seinem Buch „Das Ende der Megamaschine“ die Wurzeln der Zerstörungskräfte frei, die heute die menschliche Zukunft infrage stellen. In einer Spurensuche durch fünf Jahrtausende führt das Buch zu den Ursprüngen ökonomischer, militärischer und ideologischer Macht. Der Autor erzählt die Vorgeschichte und Genese des modernen Weltsystems, das Mensch und Natur einer radikalen Ausbeutung unterwirft. Dabei demontiert er Fortschrittsmythen der westlichen Zivilisation und zeigt, wie die Logik der endlosen Geldvermehrung von Anfang an menschliche Gesellschaften und Ökosysteme verwüstet hat. So entsteht eine faszinierende Gegengeschichte unserer Zivilisation.
Das Buch schöpft aus einer Vielzahl von Quellen, von der Anthropologie und Geschichtswissenschaft über die Chaosforschung bis zur Populärkultur. Es verändert eingefahrene Sichtweisen, indem es Verbindungen quer durch Zeiten, Räume und Denktraditionen herstellt. Die Kenntnis der historischen Zusammenhänge bildet die Grundlage dafür, neue Möglichkeiten für eine notwendige zivilisatorische Wende zu entdecken.
Wer verstehen will, warum wir menschheitsgeschichtlich in eine Sackgasse geraten sind und wie wir aus ihr wieder herauskommen können, der kommt an Fabian Scheidlers „Das Ende der Megamaschine“ nicht vorbei. Es ist ein Buch, das zum Handeln einlädt und Möglichkeiten eröffnet, gemeinsam einen Ausgang aus der gefühlten Ohnmacht zu finden.

Beitragsbild: pixabay.com

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