Peak Mensch

Das Wachstum der Weltbevölkerung droht ins exponentielle Stadium einzutreten. Unter Annahme nur einer mittleren Entwicklungsgeschwindigkeit (Medium-Variante) wächst die Weltbevölkerung laut Berechnung der UNO   

von aktuell (2017) rd. 7,5 Mrd. Menschen bis zum Jahr 2030 auf rd. 8,5 Mrd. bis zum Jahr 2050 auf rd. 9,8 Mrd. und bis 2100 auf rd. 11,2 Mrd. Menschen. Der größte Anteil des Wachstums entfällt auf Afrika.

Grafik: UNO

Extrem gegenläufig zu dieser Entwicklung verläuft die Kurve der maximalen Erdölförderung (Peak Oel, die Peak-Oil.com wie folgt beschreibt:

Die Produktion nähert sich aus geologischen, technischen, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einem kritischen Punkt, der sich in einem Satz zusammenfassen lässt:

Bei Erdöl hält die Fördergeschwindigkeit mit der Verbrauchsgeschwindigkeit nicht mehr Schritt.

Dabei ist gar nicht so wichtig, wann der Höhepunkt der Erdöl-Förderung überschritten wird oder ob er bereits hinter uns liegt. Bei sinkendem Angebot werden zunächst die Preise steigen – nicht nur für Treibstoffe, auch für Medikamente, Farben, Textilien u.v.a.

Kaum jemand wird der Bundeswehr eine Verschwörungstheorie unterstellen, wenn sie in einer Studie feststellt:

Der Eintritt des Peak Oil ist jedoch unvermeidlich. Diese Teilstudie zeigt, dass das sehr ernst zu nehmende Risiko besteht, dass eine durch nachhaltige Knappheit von wichtigen Rohstoffen ausgelöste globale Transformationsphase von Wirtschafts- und Gesellschaftsstrukturen nicht ohne sicherheitspolitische Friktionen vonstatten gehen wird.

„Erdöl, Erdgas, Stein- und Braunkohle leisten derzeit mit knapp 80 Prozent den größten Beitrag zur Deckung des globalen und deutschen Primärenergieverbrauchs“, erläutert Dr. Harald Andruleit (BGR-Energierohstoffexperte).

Die „Primärenergiequellen“ Erdöl, Gas und Kohle sind ein natürlicher Speicher der Sonnenenergie aus früheren Epochen. Wenn einer dieser Energieträger zur Neige geht, braucht die Menschheit verstärkt die beiden verbleibenden Energieträger. Solar und Wind können diese nur partiell ersetzen. Vor allem dann nicht, wenn 8 bis 11 Milliarden Menschen auf diese Energiequellen zurückgreifen wollen. Das wird allein mit „Erneuerbaren“ nicht funktionieren. Und schon gar nicht, wenn der Unsinn der E-Mobilität realisiert werden soll.

Ein paar Zahlen sollen das unterstreichen:

Gemäß Kraftfahrt-Bundesamt betrug im Jahr 2017 die „Gesamtfahrleistung der in Deutschland zugelassenen Kraftfahrzeuge 725,8 Milliarden Kilometer.

Der Energieverbrach eines E-PKW kann realistischerweise mit 20 kWh/100 km bzw. 0,2 kWh/km angesetzt werden.

Angenommen, die im Jahr 2017 konventionell gefahrenen Kilometer wären vollständig – also zu 100 Prozent – durch elektrisch betriebene Fahrzeuge erbracht worden, wäre eine zusätzliche Gesamtleistung von 145,16 Mrd. kWh erforderlich gewesen (725,8 Mrd. km x 0,2 kWh/km).

Im Jahr 2017 betrug die gesamte Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien gemäß Bundeswirtschaftsministerium 217,9 Mrd. kWh.

Resultierend müssten bei dem unterstellten Szenarion mit der zusätzlich anfallenden E-Mobilität insgesamt ca. 363,06 Mrd. kWh Strom vollständig aus erneuerbaren Energien erzeugt werden; ca. 67 Prozent mehr als im Jahr 2017.

Quelle

Wir können uns auf den Kopf stellen, solange wir keinen besseren Speicher für Sonnenenergie finden, bleiben nur Gas und Kohle zur Sicherung der Energiezukunft – zumindest so lange, bis auch dies verbraucht sind. Die für die nächsten 100 Jahre in Deutschland ausreichend vorhandene Kohle haben wir dank der vorausschauenden Politik absaufen lassen und diese Förderschächte mit Beton versiegelt.

Natürlich gibt es für alles eine Lösung. Wir könnten uns soweit beschränken, dass der Schritt zurück ins Mittelalter nicht sehr groß wäre. Wollen wir das nicht, gibt es zum massiven Einsatz von Kohle/Gas keine Alternative.

Wir sollten ernsthaft über Wiederbelebungssubventionen für den Steinkohlebergbau reden und nicht über Stilllegungssubventionen. Der Kohlebergbau muss in Deutschland am Leben bleiben und Investitionen in neue Technologien z.B. Abgasfilterung investiert werden.

Beitragsgrafik: pixabay.vom

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