Notwehr mit eigenen Waffen

Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden (Strafgesetzbuch §32/2).

Ein Prospekt hat bei uns im Briefkasten gelegen. „Anleitung zur Notwehr“ dazu einschlägige Adressen unter denen Selbstverteidigungskurse angeboten werden. Mit einer solchen Überlegung hatte ich schon länger gespielt.

Wer von einem Verbrecher bedroht wird, muss blitzartig alles was er in vielen Jahren an Fairness-Regeln gelernt hat, augenblicklich vergessen. Dann kommt es auf absolute Entschlossenheit und Brutalität an, denn es geht es zuerst ums (!eigene!) Überleben.

Mögen wir bisher auch in der dekadenten westlichen Gesellschaft ein behütetes, verweichlichtes Leben geführt haben: Bei einer Konfrontation mit jungen trainierten gewaltbereiten Männern haben wir nur eine Chance, wenn wir uns der aggressiver Gewalt stellen und ebenso gewaltsam reagieren.

Nochmals zum Einprägen: Das wichtigste bei einem Kampf heißt Überleben. Wie ist egal.

Dass Messer hochgefährlich sein können, hat der Polizistenmord in Stuttgart-Gaisburg gezeigt: Am 8. August 1989 kontrollierten Schaffner in der Straßenbahn Frédéric Otomo. Der hatte keinen Fahrschein und schlug einem Schaffner etliche Zähne aus und rannte davon. Kurz darauf stellten zwei Streifenwagen Otomo auf der Gaisburger Brücke.

Ein Asylbewerber metzelt fünf Polizisten mit einem Bajonett nieder, zwei Beamte sterben, der Täter wird erschossen. Fünf Beamte waren an der versuchten Festnahme Otomos beteiligt, vergeblich!, weil der mit einer aufgerollten Zeitung zustieß. In der Zeitungsrolle war ein Bajonett verborgen. Drei Polizisten wurden in wenigen Sekunden verletzt, ein Beamte bekam dabei einen Stich in die Lunge. Der verletzte Polizist konnte selber aber dennoch auf Otomo schießen. Otomo wurde getroffen, floh erneut und stach noch einmal einem Polizisten direkt ins Herz. Und nochmals konnte ein verletzter Beamter drei Schüse auf Endlich konnte der ebenfalls verletzte Beamte mit drei Schüssen Otomo „ausschalten“. Einer der Polizisten starb noch vor Ort, sein Kollege eine Stunde später in der Klinik.

Einschub: Die Erkenntnisse daraus: es ist schier unmöglich, einen Angreifer mit einem Schuss in die Gliedmaßen kampfunfähig zu machen, wie menschenfreundliche Gutmen­schen naiv vorschlagen. Kein Jäger würde auf die Beine von einem Wild zielen. Erstens sind die Beine schlechtere Ziele als der Körper, zweitens bewegt das Wild die Gliedmaßen meistens sehr flink und drittens müsste der Jägersmann, um das Wildpret zu lähmen, den Knochen, einen Muskelansatz oder entscheidenden Nerv treffen. Das aber gelingt – selbst einem geübten Schützen – in der Praxis kaum. Würde nur ein Muskel durchschossen liefe ein Adrenalin geladener Keiler vermutlich in die nächste Dickung.

Um nicht erwischt zu werden, hat dieser dumme Otomo erst eine Körperverletzung riskiert und danach zwei Polizisten mit einem Bajonett getötet sowie zwei weitere schwer verletzt. Wenn die Polizisten gleich beim ersten Schusswaffeneinsatz auf den Oberkörper des Afrikaners gezielt hätten, könnten die tödlich getroffenen Kollegen vermutlich noch leben.

Etliche Afrikaner neigen impulsiv zu Wut und Gewalt. Die Dinge, die sie oft tun, ergeben überhaupt keinen Sinn, selbst aus der Perspektive ihrer eigenen besten Interessen. Es ist gefährlich, bloß irgendwo zu sein, wo sie eine relative Mehrheit sind. Es ist sogar für sie selbst gefährlich.

Stuttgarter Nachrichten, 8. Aug. 2014: Das sinnlose Blutbad auf der Brücke.

In zahlreichen auch von der Polizei herausgegebenen Broschüren wird im Falle eines Angriffs devotes und „de-eskalierendes“ Verhalten vorgeschlagen. Solche Empfehlungen sind eine Ermunterung für die Täter. Zumal die Polizei wegen Überlastung künftig noch seltener zur Stelle sein wird. Oftmals wird die Polizei gar nicht erst erscheinen, weil sie womöglich gerade eine Ausschreitung im Flüchtlingsheim oder in einem Kaufhaus eindämmen muss. Im folgenden einige Ratschläge für konkretes Verhalten: Sollte es einmal nur um die Handtasche gehen, dann ist der Fall klar: die Tasche wird rausgegeben. Eine neue kann man kaufen, den Inhalt ersetzen. Das ist allemal besser als das Leben riskieren.

Viele Frauen und Mädels sind schon in Situationen geraten, in denen sie von Fremden blöd angequatscht oder körperlich begrapscht wurden. Finden solche Konfrontationen in der Öffentlichkeit statt, ist es hilfreich, Aufmerksamkeit herzustellen (Rufen oder Taschenalarm). Auch lautes „Feuer“ rufen ist von Vorteil. Hilfe wird dann eher geleistet, wenn es brennt.

In der belebten Straße kann frau einem Vorübergehenden zu Hilfe rufen. Aber nicht: „Bitte, kann mir jemand mal helfen?“ Wer helfen soll, muss sich direkt angesprochen fühlen: „Hallo Sie, mit dem blauen Anorak, helfen Sie bitte!“ Eine weitere Möglichkeit: „Hallo, junger Mann, machen Sie mal ein Foto mit ihrem Handy!“ Dadurch werden Zeugen aufmerksam. Der Täter lässt dann eher von einem ab.

Eine Frau sollte in einer bedrohlichen Situation immer Aufmerksamkeit herstellen. Schwierig ist das allerdings nachts auf dem Parkweg, wenn niemand zu Hilfe kommen kann. In einer dunklen Tiefgarage kommt das gleiche Gefühl auf. Seinen Heimweg sollte man vorher planen und einen einmal gefassten Vorsatz dann auch einhalten.

Manchmal kann schon ein hasserfüllter Blick für Abstand sorgen, wenn er verrät: „Mach dich aus dem Staub! Hau bloß ab!“ Läuft die Anmache über eine Bitte um Feuer oder will jemand wissen, wie spät es ist, am besten laut rufen oder kreischen: „Hau ab, Mann!“ – „Hilfe!“ Lieber unhöflich sein, als einen Verdächtigen noch eine Brücke bauen.

Bei der ersten Handgreiflichkeit sofort Abwehrstellung einnehmen. Handelt es sich um mehrere Angreifer, versuchen auf Abstand zu gehen. Hilfreich kann es sein, in die Handtasche greifen. Haben sie einen Pfefferspray, den Strahler direkt auf die Augen.

Im Grunde ist Pfefferspray nur zur Tierabwehr erlaubt. In einer reinen Notwehrsituation muss man dem Gericht allerdings überzeugend darlegen können, dass der Einsatz dringend nötig war.

Eine Gaspistole kann zwar Respekt einflößen, aber man braucht dafür den kleinen Waffenschein. Wer ihn nicht hat, macht sich strafbar. Auch Teleskopstöcke und Messer über 8,5 Zentimeter Klingenlänge sind verboten. Es ist immer schwierig zu entscheiden, was ist verhältnismäßig oder angemessen, wenn keine Zeit zum Nachdenken bleibt. Wie man sich am besten in einer bedrohlichen Situation verhält, können Frauen in einem Selbstverteidigungskurs lernen.

Wer als Frau schon überwältigt worden ist, also keine Waffe mehr einsetzen kann, muss nicht ergeben warten, bis es endlich vorüber ist! Viele Frauen lassen aus Angst eine Vergewaltigung leider geschehen, weil sie fürchten, der (oder die) Vergewaltiger würden sie bei Gegenwehr brutal verletzen oder gar töten. Oft geschieht das sowieso! Wie im Fall der Susanna aus Mainz.

Es handelt sich um Unmenschen, die entweder Spaß am Töten hatten oder Angst, sie könnten angezeigt werden, oder aus beiden Gründen.

Eine Frau, die Widerstand leistet, macht es dem Täter schwerer und schindet Zeit. Es gibt oft die Chance, dass jemand zu Hilfe kommt. Also Schreien was das Zeug hält. Immer wieder hört man von Frauen, die sich gewehrt haben, sodass Vergewaltiger von ihnen abgelassen haben. Wirksame Mittel sind: Beißen, Daumen mit ganzer Kraft in die Augen drücken! Kratzen! Möglichst mit dem Knie oder dem Fuß in die Weichteile treten! In Notsituationen schüttet der Körper soviel Adrenalin aus, dass die Kondition größer ist als gewöhnlich.

Selbst wenn eine Frau durch Brutalität starke Schmerzen spürt, muss sie wissen, dass der Angreifer nicht aufhört, wenn sie in ihrer Abwehr nachlässt, sich zu wehren. So ist für Frauen unbedingt sinnvoll bei solchen Attacken totalen Widerstand zu leisten. Wenn sich bei Testosteron-Wüstlingen erst einmal herumgesprochen hat, dass deutsche Frauen bewaffnet sind und sich zu wehren wissen, dann wird sie ihre Feigheit von Wiederholungen abhalten (denn feig sind sie alle). So würde auch die weibliche Solidarität untereinander gestärkt. Ich wünschte, dass die Freundin von Ellen-Ruth ihre Gaspistole zeigt und begründet, warum sie in der momentanen Situation überhaupt nicht mehr alleine raus geht. Das wird vielleicht mehr nutzen als die ständigen Ermahnungen ihres Mannes.

Jede Waffe, die man einsetzt (auch Pfefferspray zur Tierabwehr) muss man beherrschen, sonst wird der Einsatz eine größere Gefahr für sich selbst als für ein angreifendes Tier. Die erste Sprühflasche wird zum Üben gekauft. Üben sie auch, wie das Ding schnell aus der Handtasche zu holen ist. Das sollte mit einer Hand möglich sein! Selbstverteidigungskurse für Frauen bieten Gelegenheit, andere Frauen, die wehrhaft sind, kennenzulernen. Aber man wird in diesen Kursen nicht zur Walküre! Krav Maga oder Kampfsport sind schon besser.

Aber wann wird meine Frau endlich einsehen, dass Freiheit sich letztendlich auf den Willen und die Fähigkeit gründet, die Freiheit mit Gewalt zu verteidigen. Wenn schon die Polizei unsere Freiheit nicht mehr verteidigen kann (oder darf), oder auf diese Institution kein Verlass mehr ist, dann kommt es allein auf Selbstverteidigung an – für Frauen und Männer! Niemand sollte warten: „Bis es vorüber ist“.

Beitragsbild: pixabay.com

(Visited 273 times, 1 visits today)

2 Kommentare

  1. Hei Wolfgang! Daß was Du im ersten Absatz ansprichst ist sehr wichtig und alles entscheidend in einer handgreiflichen Konfliktsituation. Blitzschnelles Umschalten! Der Aggressor hat etwas vor, für das er uns ausgewählt hat…warum auch immer. Mit dem braucht man nicht mehr zu diskutieren, erst recht nicht bei orientalischer Abstammung. Die verstehen nämlich nur eine Sprache. Folglich müßen wir stets zuerst an der Reihe sein, um sein „Angriffs-Manuskript“ zu unterbrechen.

    Eigene Waffen: Da gibt es viel! Eine zusammengerollte Zeitung z.B. ist hart wie ein Knüppel. Oder diese Regenschirme, wo man sich sogar draufstellen kann. Oder Kubutan-Kugelschreiber, ein Gürtel oder 36er Ring-Maul-Schlüssel. Unauffällig, legal, nicht tödlich, aber äußerst schmerzhaft. Naja, und dann noch der Körper des Angreifers selbst! Wie das denn?

    Im Aikido z.B. lernt man die Energie des Gegners für sich zu nutzen. Gerade für schmächtigere Menschen & Frauen geeignet. Habe mal Taekwondo gemacht. Sportlich, aber da drischt man nur drauf. Danach dann Aikido, und das hat mich echt beeindruckt. Einfache Anwendung von Hebelgesetzen, ähnlich dem Judo. Physik: „Energie geht niemals verloren, sie wird nur umgewandelt.“ Gibt doch dieses Video, wo Steven Segal 10 Angreifer mit nur einer Hand auf die Matte bringt, ha! Allerdings erfordert beides sehr viel Training (beständiges dehnen usw.). Irgendwie zu lästig.

    Daher interessiert mich aktuell das Krav Maga. Israelische Selbstverteidigung für die Straße. Kann jeder lernen. Auch die Polizei benutzt Elemente davon. Wir haben leider nur einen Club hier, und der ist 50km Hin- & Rück entfernt. Keine Lust auf die Fahrerei! Aber die Grundlagen sollte man sich auf YT mal ansehen. Sehr effektiv. Vor allem begleitet von dem positiven Faktor, selbstbewußter und aufmerksamer durch´s Leben zu watscheln…den Blick nicht auf das Schlaufon zu richten, sondern 360 Grad seine Umgebung zu beobachten. So kommt man erst gar nicht in solche Szenarien. (Du als Jäger weißt das ja sicher:)

    Bleiben wir stets wachsam und gesund. Schon sind wir jedem Feind im Vorteil.

    Was hierbei noch zu sagen wäre ist, daß viele dieser Psychoten (mit abnormalem Gesellschafts-Verständnis) unter Drogen stehen. Bedeutet, sie haben ein vermindertes Schmerzempfinden, wenn nicht sogar gar keines mehr. Das ist gefährlich! Lieber immer abhauen/wegrennen. Nicht kämpfen. Nur im allerletzten Notfall. Dann aber entschloßen mit allem was man hat & dahin wo´s richtig wehtut. Immer auf den Kopf. Nase, Augen, Ohren, Hals (klingt brutal, ich weiß) oder in die Geschlechtsteile. Nicht auf den Oberkörper, das bringt nix. ist wie ein Boxsack. Der kann viel einstecken, dauert viel zu lange.

    Anschließend würd ich den Kadaver liegenlassen. Krabben und Krähen haben schließlich auch Hunger, lol:) Wenn dem anderen nämlich was passiert/unglücklich stürzt, ist man hierzulande höchstwahrscheinlich selber dran am Ende. Daher, liegenlassen, abhauen.

    Hatte mal ein Fall vor einigen Jahren…da hat ein völlig besoffener Typ in der Tankstelle rumgenervt und auch die Kassiererin angepöbelt. Das ganze Kleingeld viel ihm runter…und ach. Völlig fertig. Als ich ihn beiseite gedrängt habe („So, Feierabend jetzt Freundchen!“) hat er mich natürlich auch gleich angemacht, was mir denn einfiele und so. Hab ihn ignoriert. Als er mich von hinten an der Schulter packte und zubölkte, hab ich mich umgedreht und ihm SO eine geschallert, das er rückwärts in Auslegeware flog.

    Andere Leute haben ihn dann rausgeworfen. Der hat noch fast eine Stunde von draußen an die Scheibe gehämmert! Er wolle mich töten, schrie er. Ich bin lieber in der Tanke geblieben, die Kassenfrau hatte inzwischen die Tür verriegelt. Diese Saufziege hätte jede Oma umgenockt. Ich wußte, er würde mich angreifen, wenn ich da raus gehe, aber ich hätte nicht mehr für seine Sicherheit garantieren können. Der fällt einmal doof, und schon ich bin ein Mörder. Nee, dann lieber zurückstecken. Ist dann halt so. Verrückt! 🙂

    LG Zulu

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*