Im falschen Film

Nach 27 Jahren im falschen Film – so muss sich mancher Ex-DDR-ler vorkommen. Besonders wenn er heute in Mainz aus dem Fenster auf den Platz mit der Politprominenz schauen will. Ach nein, er soll sich ja nicht einmal hinter dem Fenster bewegen, weil die Sicherheitskräfte daraus falsche Sch(l)üsse ziehen könnten.

Was war das für ein Tag vor 27 Jahren. Als die Mauer plötzlich durchlässig war wie ein mottenzerfressener Fetzen. Wie war das toll, mit dem Trabbi das Besuchergeld abzuholen. Wie groß war die Freude! Kaum nachempfindbar. Ein Flüchtling z.B. wäre mit 50 Euro (100 DM) eher nicht zufrieden gewesen.

Seit 1990 sind wir klüger geworden und werden mit jedem 3. Oktober noch klüger.

In 27 Jahren lernt auch eine FDJ-Sekretärin immer noch dazu. Als sie noch während des Mauerfalls zum Demokratischen Aufbruch gehörte, hat sie wahrscheinlich an einen besseren Sozialismus geglaubt. Heute muß sie vermutlich Kräften folgen, denen sie sich mit Haut und Haar verschrieben hat.

Unter uns Ossis haben sich nicht viele mit Haut und Haaren dem neuen westdeutschen Sozialismus verschrieben. Zu viele haben ihr Leben in der DDR all zu gut in Erinnerung. Sie riechen von weitem, wenn die K…. am dampfen ist. Dresden galt damals als Dunkeldeutschland, weil dort Westfernsehen nicht möglich war. Aber helle waren die Dresdner immer. Kein Wunder also, dass die AfD bei der Bundestagswahl mehr Stimmen als die CDU bekam und stärkste Partei wurde.

Nun sind wir angeblich Nazis. Obwohl keiner von denen, die uns beschimpfen, eine konkrete Vorstellung hat, was er damit eigentlich meint. Aber sie haben einen Begriff, den man einfach so rausplappern kann. Der Einheit hilft das wenig.

Eigentlich sind die Deutschen nach 27 Jahren weniger einig als damals. Das stört natürlich alle „demokratischen Kräfte“, die jetzt verstärkt daran arbeiten wollen, uns Ossis zu integrieren. Damit die AfD nicht noch mehr Stimmen bekommt. Warum sollen wir das zulassen? Die demokratischen Kräfte sollen sich doch bei uns integrieren. Die meisten Moslems wollen doch auch nicht von den Deutschen integriert werden.

Das sieht Frau Göring-Eckardt ganz richtig und ist mit vielen ihrer grünen Sozialisten der Meinung, die Deutschen sollten sich eher auf die neuen „Bürger“ zubewegen. Aber dazu wird es nicht mehr kommen.

Es bleibt wohl nur noch eine kurze Durststrecke, bis wir uns ganz neu und total in eine supranationalen Gigantomaschinerie zu integrieren haben. Glauben Sie mir, das wird keine 27 Jahre mehr dauern.


Grafik: pixabay.com

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