Geschäfte mit der Seele

Der Ausdruck Seele hat vielfältige Bedeutungen, je nach den unterschiedlichen mythischen, religiösen, philosophischen oder psychologischen Traditionen und Lehren, in denen er vorkommt. Im heutigen Sprachgebrauch ist oft die Gesamtheit aller Gefühlsregungen und geistigen Vorgänge beim Menschen gemeint. In diesem Sinne ist „Seele“ weitgehend gleichbedeutend mit dem Begriff Psyche. Und diese Psyche ist heute bei sehr vielen Menschen deutlich gestört oder krank.
Beitragsbild: pixabay

Das Geschäft mit der Psyche boomt. Die Behandlungen sind oft langwierig und kosten viel Geld. Jedem vierten Patienten hilft eine Therapie überhaupt nicht, jedem zehnten geht es nach der Behandlung sogar schlechter. Falschbehandlungen verursachen mindestens fünf Milliarden Euro Kosten im Jahr.

Die Seelenheilindustrie und ihre Pharmabranche verdienen Milliarden mit Behandlungskosten und Medikamenten: rund 30 Milliarden Euro im Jahr für Medikamente, Krankenhäuser, Pflege, Reha, für die Gehälter und Honorare der Therapeuten, Ärzte und Helfer. In den vergangenen 20 Jahren gab es eine gewaltige Diagnose- und Therapievermehrung. Die Zahl der in Deutschland jährlich diagnostizierten seelischen Leiden zwischen 2000 und 2006 ist um 61 Prozent gestiegen.

(Die nachstehenden Krankheitsbilder sind in Ausschnitten der Seite von NetDoktor entnommen).

Angststörungen

sind die verbreitetste Form psychischer Störungen in Deutschland. Derzeit leiden über 12 Mio. Menschen an einer diagnostizierten Angsterkrankung. Über 2 Mio. davon werden von wiederkehrenden Panikattacken geplagt. Die meisten Therapieformen sind seit Jahrzehnten nicht mehr haltbar veraltet und neurowissenschaftlich veraltet. Der Angstexperte Klaus Bernhardt stellt eine völlig neue Art der Angsttherapie vor, die die neuronalen Verarbeitungsprozesse des menschlichen Gehirns gezielt nutzt, um Angst- und Panikpatienten schnell wieder in ein normales Leben zurück zu führen. Angstgefühle können so stark sein, dass sie das alltägliche Leben in vielen Bereichen erheblich einschränken. Am häufigsten sind die Angst im Umgang mit Menschen (Soziale Phobie), die Angst vor offenen, weiten Plätzen (Agoraphobie) oder die Panik beim Anblick von Spinnen oder Blut. Bekannt sind ebenfalls ungerichtete Ängste, die keinen spezifischen Auslöser haben.

Alkohol

Ein paar Gläser Wein, eine Flasche Bier mehr, na und? Alkohol ist das Schmiermittel unserer Gesellschaft. Was Dominik Schottner nüchtern feststellt, betrifft ihn selbst unmittelbar: Sein eigener Vater war Alkoholiker. Über viele Jahre hat die Familie weggeschaut, hat hilflos miterleben müssen, wie sich ein Mensch immer tiefer ins Verderben säuft. Jetzt spürt der Sohn dem Verhängnis nach und fragt: Wie hätten wir meinem Vater helfen können? Erschütternd offen erzählt er die Geschichte seines alkoholkranken Vaters und sein eigenes Erwachsenwerden im Schatten der Sucht. Ein bewegendes Dokument über die zerstörerische Droge Alkohol – und die Kraft, die man braucht, um gegen sie zu bestehen.
Männer haben im Umgang mit Alkohol häufiger Probleme als Frauen: 18,4 Prozent trinken zu viel, von den Frauen sind es nur 3,9 Prozent. Dabei unterscheidet man zwischen riskantem Trinkverhalten, Alkoholmissbrauch, bei dem Alkohol bereits in gesundheitsschädlichem Maße getrunken wird, und echter Alkoholsucht. Wirklich alkoholsüchtig sind in Deutschland zwischen 1,2 und 2,5 Millionen Menschen.

Depressionen

Stimmungsschwankungen, Erschöpfung und Apathie, Angst und Panik bis hin zu Verzweiflung kennzeichnen das Lebensgefühl von immer mehr Menschen mit Depression oder Burn-out. Gleichgültig, ob sie nur durch leichte, vorübergehende Stimmungstiefs beeinträchtigt sind oder ob sie schon seit Jahren unter depressiven Zuständen leiden. 11,4 Prozent der Frauen und etwa fünf Prozent der Männer leiden unter einer behandlungsbedürftigen Depression. Sie geht mit tiefer Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit einher. Hinzu kommen körperliche Symptome wie Schlaf- oder Verdauungsstörungen. Besonders junge Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren sind häufig depressiv.

Zwangsstörungen

Unter Zwangsstörungen leiden 4,2 Prozent der Frauen und 3,5 Prozent der Männer in Deutschland. Manche Menschen werden von schrecklichen Gedanken gequält und gefesselt. Es ist, als hätte ein Kobold oder ein Dämon sie fest im Griff: Mordgedanken, Fantasien von Missbrauch und Vergewaltigung, blasphemische Sätze, die laut hinauszuschreien sie sich gedrängt fühlen. Das Leiden an diesen Zwangsgedanken treibt die betroffenen Menschen an den Rand des Suizids, weil sie glauben, nur so verhindern zu können, dass aus den Gedanken Taten werden. Dabei ist die Befürchtung, dass dies geschehen könnte, in den allermeisten Fällen völlig unbegründet. Bei anderen Zwangsformen müssen Menschen beispielsweise bestimmte Handlungen wieder und wieder in ritualisierter Form ausführen. Das kann der Zwang sein, sich nach einem bestimmten Schema zu waschen, oder Dinge zu zählen. In extremen Fällen können die Zwangshandlungen so viel Zeit verschlingen, dass ein halbwegs normales Leben nicht mehr möglich ist.

Bipolare Störung

Mal himmelhoch, mal abgrundtief. Etwa 4 Mio. Menschen in Deutschland leiden an bipolaren Störungen. Was sind überhaupt „bipolare Störungen“ und welche Behandlungsmöglichkeiten – psychotherapeutisch und medikamentös – gibt es?

Bei einer Bipolare Störung, früher auch manisch-depressive Erkrankung genannt, leiden die Betroffenen unter extremen Gefühlsschwankungen. Ihre Stimmung pendelt zwischen tiefer Depression und manischen Phasen, die mit überzogen heiterer Stimmung, Rastlosigkeit und Größenwahn einhergehen können. Unter einer Bipolaren Störung leiden 2,8 Prozent der Männer und 3,1 Prozent der Frauen.

Psychosen

Psychosen sind durch wahnhafte Ideen gekennzeichnet. Betroffene leiden beispielsweise unter Verfolgungswahn, haben Haluzinationen, entwickeln Verschwörungstheorien oder haben die Vorstellung, Außerirdische hätten Sender in ihre Köpfe implantiert. Besonders typisch sind solche Wahnvorstellungen für Menschen, die unter Schizophrenie leiden. Psychosen liegt bei drei Prozent der Frauen und 1,8 Prozent der Männer vor.

Somatoforme Störungen

Somatoforme Störungen mit chronischen Schmerzen und Müdigkeit gelten als schlecht fassbare und kaum behandelbare Leiden. Die Häufigkeit dieser „unsichtbaren Leiden“ wie Fibromyalgie, chronische Rückenschmerzen, Neurasthenie oder Chronic Fatigue Syndrom haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Manche Menschen leiden unter Schmerzen und anderen körperlichen Symptomen, ohne dass dafür eine organische Ursache zu finden ist. Mediziner bezeichnen das als somatoforme Störungen. Sie betreffen etwa 1,7 Prozent der Männer und 4,9 Prozent der Frauen.

Posttraumatische Belastungsstörungen

 Durch Mißhandlung, Mißbrauch und Vernachlässigung, aber auch durch jahrelange Geringschätzung und Abwertung wird die Seele eines Kindes traumatisiert. Die „Verletzungen der Seele“, die Menschen im Laufe ihres Lebens erleiden, sind in der therapeutischen Praxis allgegenwärtig. Sie können die Betroffenen jahrzehntelang gefangenhalten und schwere Probleme im Zusammenleben verursachen. Eine Posttraumatische Belastungsstörung geht mit Ängsten und Panikreaktionen einher. Typisch sind die sogenannten Flashbacks, während denen die Betroffenen ihre traumatischen Erfahrungen noch einmal im Geiste durchleben. Etwa 0,9 Prozent der Männer und 3,8 Prozent der Frauen haben eine Posttraumatische Belastungsstörung.

Essstörungen

Essstörungen: Magersucht oder Anorexie betrifft etwa 0,2 Prozent der Männer und 1,2 Prozent der Frauen. Unter jungen Frauen zwischen 11 und 17 Jahren ist sie allerdings sehr viel verbreiteter. Von ihnen leiden 20 bis 30 Prozent unter Essstörungen wie Magersucht und Bulimie. Von den Jungen dieser Altersstufe sind es 12 bis 20 Prozent.

Bevor sich jemand in die Mühlen der Medizin begibt, können ihm Menschen helfen, die die Odyssee durch die Arztpraxen bereits erlebt haben und darüber schreiben.

Heilen durch Erkenntnis

Wunderheilung? »Nein, angewandte moderne Tiefenpsychologie«, sagt Diplom-Pädagoge Andreas Winter. »Psychologie ist kein Elfenbeinturm und Psychotherapie ist kein heiliger Gral. Wir alle haben eine Psyche, wir alle können mit dem richtigen Grundverständnis hilfreich psychologisch arbeiten«, davon ist der Autor überzeugt. Der Erfolg gibt ihm Recht: Hunderte von Winter geschulte, psychologisch interessierte Laien und Profis bekämpfen Symptome wie Übergewicht, Allergien, Neurodermitis, Phobien und sogar Borderline-Störungen in Rekordzeit.

Heilung ohne Medizin

In einer Zeit, in welcher der übliche pharmazeutisch-medizinische Ansatz viele Fragezeichen (Nebenwirkungen!) aufwirft, skizziert Dr. Amao eine wunderbare Alternative, wie man auf sanften, das seelische Wesen des Menschen im Blick behaltenden Wegen zu einer nachhaltigen Heilung  finden kann. Ein vergleichbares Handbuch alternativer spiritueller Heilweisen hat es in vergleichbarer Form noch nie gegeben. Er beschreibt in allen Einzelheiten die Gebetsheilung, die Glaubensheilung, die Geistheilung, die medizinische Hypnose, die Spontanheilung, das heilende Verzeihen und die Energieheilung – um nur die wichtigsten zu nennen. Alle Facetten dieser Heilungsformen erklärt er von ihrem Ursprung her und zeigt praktikable Wege auf, um sie mühelos in den Alltag jedes Menschen zu integrieren.

Das Geheimnis intelligenter Zellen

Jeder Mensch besitzt ungeahnte Fähigkeiten und ein einzigartiges Potential zu Gesundheit, Erfüllung und Lebenskraft. Die heutige Überfokussierung auf Krankheit, Medikation und Heilung in der westlichen Gesellschaft treibt die Renditen der Krankheitsindustrie in die Höhe und bringt ganze Bevölkerungen dazu, sich damit zufriedenzugeben, auf einer niedrigen Stufe persönlicher Gesundheit lediglich zu überleben. Ein wundervolles Buch voller praktischer Beispiele und konkreter Anleitungen, die Methode der Quanten-Intelligenz (QI) selbst zu erleben.

Schilda wird täglich bunter

Mit einer Armlänge Abstand nähert sich Michael Klonovsky der Chronik des Jahres 2016. Im dritten Teil seiner Acta diurna beschreibt er die immer zügigere Verwandlung Deutschlands in einen Vielvölkerstaat – getreu der Devise: Lasst hundert Schildas blühen! In aller Gründlichkeit haben die Schildbürger dem tumben germanischen Grau den Kampf angesagt. An jeder Ecke erstrahlt das Land in willkommenskultureller Buntheit. Groß und Klein erfreuen sich mehr oder weniger an der Entfaltung orientalischer Pracht und auch Macht. Und mit zufriedenem Brummen schützt die Kanzlerin das Recht. Klonovsky, erster Schmähkritiker seines Vaterlandes, dringt sogar bis in die innere Schönheit von fake news vor. Niemand beschreibt die postfaktische Zeitenwende schwungvoller als er.

(Visited 88 times, 1 visits today)

1 Kommentar

  1. Die Betreiber der Menschenfarm fahren die geplante Ernte ein. Kräuter, Gräser und Gehölz am Feldrand gehören dazu wie das Meersalz oder das Bergsalz in der Suppe. Deshalb können Du und ich auch schreiben, was wir wollen – „im Rahmen der freiheilich-demokratischen Grundordnung, versteht sich.“ (Franz-Josef Degenhardt)

    Die Frage bleibt offen, was nach all den gegenwärtigen weltweiten Verwerfungen übrig bleibt. Vor jedem Krieg gibt es viele Pläne. Nach jedem Krieg gibt es viele Tote und Zerstörung, Umweltvergiftung und Blindgänger. Es vergehen Jahrzehnte, bis wieder Gras und Bäume über den Schutt auf der Erde gewachsen sind und eine Generation herangewachsen ist, die den Schmerz nur noch unbewusst in den Genen und Zellen trägt, sich wundernd, was ihren Geist in den nächsten Krieg steuert. Wann verschwinden endlich die außermenschlichen Wesen von der Menschenfarm?

    Möglicherweise gefällt meine These zur Gewalt, auch wenn immer mehr Menschen erwachen:
    http://www.dzig.de/These-zur-Gewalt

    Jeder Mensch bleibt verantwortlich, doch den meisten mangelt es an Bewusstsein. Ihr Potential liegt zu einem großen Teil brach. Verantwortung zu erkennen, ist eines. Verantwortung zu tragen, ist wesentlich. Wer geht so weit und wehrt Manipulationen ab? Die meisten treiben mit dem Strom abwärts.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*