Gefahr der Nazi-Keule

Update! In den 27 Staaten der Europäischen Gemeinschaft lebten 2010 rund 500 Millionen Menschen. Hat jemand die 500 Millionen gefragt, ob sie ihre Kultur, ihre Lebenswelten, ihre Sprache, ihre Religion einfach überfremden lassen oder aufgeben wollen?

Migranten, die ihre Heimat verlassen, weil sie durch Krieg, Gewalt und Unterdrückung vertrieben werden, mögen vielleicht zurückkehren wollen, wenn sich die Lage in der Heimat ändert; Migranten, die sich anderswo eine Verbesserung ihrer Lebensmöglichkeiten erhoffen, werden, vor allem, wenn sie in Gruppen oder Gemeinschaften auftreten, sich nicht in ein Korsett einer ganz andersartigen fremden Kultur pressen lassen. So entstehen, aus Angst, sie könnten ihren letzten unverzichtbaren Halt verlieren, Konflikte mit der authochtonen Bevölkerung, die ihrerseits Kultur und Religion bedroht sieht.

Um in Deutschland jeglichen Widerstand gegen das Zusammenleben mit den Migranten zu brechen, wurde nicht nur der Paragraph 130 im Strafgesetzbuch geändert und zusätzlich das Netzwerkdurchsetzungsgesetz geschaffen, in letzter Instanz gibt es noch die Auschwitz-Keule. Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli schlägt vor, den Besuch einer KZ-Gedenkstätte zur Pflicht zu machen – für Deutsche und für Migranten:

Ich fände es sinnvoll, wenn jeder, der in diesem Land lebt, verpflichtet würde, mindestens einmal in seinem Leben eine KZ-Gedenkstätte besucht zu haben. Das gilt auch für jene, die neu zu uns gekommen sind“.

Chebli hatte zuvor bereits Muslime aufgefordert, sich gegen Antisemitismus zu engagieren. Deutsche Muslime seien Teil der deutschen Gesellschaft, die noch lange nicht damit fertig sei, die Verbrechen der NS-Zeit aufzuarbeiten.

Ist Menschen wie Frau Chebli und Tausenden ideologisch verkrümmten Antifanten eigentlich klar, daß allein sie es sind, die Widerstände wachrufen, wenn sie mit der Faschismus- und Nazikeule unreflektiert um sich schlagen?

Ideologie ruft Gegenideologie hervor.

Jede Ideologie ist ungerecht. Wer hinnehmen soll, mit dem absolut Bösen konfrontiert zu werden, wird dem selbsternannten absolut Guten jedes Recht für dessen Borniertheit absprechen. Irreale Übersteigerung wird verständlicherweise leidenschaftlich bekämpft.

„Es gibt keine deutsche Identität ohne Auschwitz“, sagte Joachim Gauck in seiner Gedenkrede zum Holocaust-Erinnerungstag am 27. Januar 2015 im Bundestag. Zum Glück hat der Bundespräsident mit dieser Aussage Unrecht. Zum Glück deshalb, weil alle heute lebenden Deutschen nichts mit Auschwitz zu tun hatten, und eine deutsche Identität für Türken, Italiener, Iraner und wo sie sonst herkamen und sich als Deutsche integriert haben, ohne Auschwitz selbstverständlich ist.

Wer sämtliche Deutungen des Holocaust unlösbar mit dem deutschen Wesen verknüpft, ignoriert die Millionenfachen Verbrechen, die andere Völker an anderen Völkern begangen haben und auch noch heute begehen. Er blendet aus die Millionen, die durch englische Fliegerbomben unter den Trümmern ihrer Häuser begraben wurden, die als lebende Phosphorfackeln im Feuersturm von Dresden verkohlten, die Millionen Soldaten, die auf den Rheinwiesen verhungerten und verreckten, die Millionen, die in ostpreußischen Flüchtlingstrecks durch Tiefflieger niedergemäht wurden. Wenn das Rache für Auschwitz gewesen sein soll, dann bleibt die Frage im Raum, was Churchill wohl gemeint hat, als er am Tag der britischen Kriegserklärung (dem 3.9.1939) betonte: „Dieser Krieg ist ein englischer Krieg, und sein Ziel ist die Vernichtung Deutschlands.“

In einem Buch, das 2008 unter dem Titel „Human Smoke – The Beginnings of World War II, the End of Civilization“ in die amerikanischen Buchläden kam, stellt der Autor Nichelson Baker die gängige Geschichtsschreibung auf den Kopf. Er schildert Winston Churchill und Franklin Delano Roosevelt als Verbrecher, die die Zivilisation mit dem brutalen Mittel des Krieges retten wollten, diese Zivilisation selbst zerstörten. Baker zeigt, daß es damals nur eine Gruppe von Leuten im Recht war: die Pazifisten.

Nein, hier sollen nicht deutsche Kriegsverbrechen relativiert werden, weil die Vereinigten Staaten, Israel, die Türkei, Saudie Arabien u.a. gegenwärtig wieder Kriegsverbrechen begehen. Es sollte sich aber jeder junge Deutsche heftigst wehren dürfen, dem vorgeworfen wird, Feldpostbriefe seines Vaters als Erinnerungsstücke heilig zu halten.

Der Mensch als denkendes Wesen bildet Ideologien aus – womit er zwangsläufig gegen andere ungerecht wird.

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White Rabbit oder Der Abschied vom gesunden Menschenverstand, Matthias Matussek

Für die wenigen, die ihn nicht kennen sollten: Matthias Matussek war einer der Star-Autoren des „Spiegel“. Ab 1987 wurde er in 26 Jahren mit großen Reportagen zu einem der meistgelesenen und bekanntesten Journalisten unseres Landes.

Diese einstige Edelfeder des deutschen Leitmediums knöpft sich in dem Buch „White Rabbit oder Der Abschied vom gesunden Menschenverstand“ den „Spiegel“ von heute vor („linker Kitsch“), seine ehemaligen Chefs bei der Springer-Zeitung „Die Welt“, wo er im November 2015 als Kolumnist entlassen wurde, den gegenwärtigen Journalismus im Allgemeinen, die Kirchen („sie verlangen christliche Fernstenliebe und vergessen die Nächstenliebe“) sowie besonders auch Angela Merkel und ihre Flüchtlingspolitik.

»Schlimmer als die Zensur der Presse ist die Zensur durch die Presse.« Das schrieb der hellsichtige Gilbert K. Chesterton – Schöpfer der weltbekannten Figur Pater Brown – bereits Anfang des vorigen Jahrhunderts. Chesterton, der journalistische Star seiner Zeit, ein katholischer Konvertit, ist das Vorbild für Matusseks Bericht aus dem Innenraum der Vierten Gewalt. Denn die Medien haben sich – so scheint es – in den letzten Jahren in einen unkritischen Jubelchor der Regierung verwandelt und das Land in einen Hippiestaat, der so verrückt agiert, als gäben die Woodstock-Veteranen Jefferson Airplane mit ihrer psychedelischen Hymne »White Rabbit« den Takt vor.

In seinem neuesten, vor Witz und Ironie funkelnden Werk verfolgt Matussek den Wahnsinn in deutschen Landen, die teils komische, teils absurde Selbstbeschränkung der Presse und kommt immer wieder auf seinen Referenzheiligen Chesterton zurück, den man zu Recht als »Apostel des gesunden Menschenverstandes« bezeichnete. In dessen vielseitigem publizistischem Werk hat Matussek Haltungen und Grundsätze entdeckt, die der »schreibenden Zunft« noch heute Maßstab sein könnten.

Und so hält er uns Glanz und Elend des Journalismus unserer Tage vor Augen: mitreißend, radikal subjektiv, schonungslos und umwerfend komisch. Einer der profiliertesten deutschen Journalisten über Mainstream-Presse, Selbstzensur und Desinformation.

Titelfoto: pixabay.com

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1 Kommentar

  1. Unsere Besatzer sind Nachkommen der Hunnen und herrschen schon seit 700 Jahren heimlich in Europa.
    Schaut Euch mal im Wiener Nationalmuseum die Ausstellung über das Geld der Hunnen an.
    Sehenswert!
    Da werden die Nibelungen und die 13 000 Jungfrauen von Köln mit Leben gefüllt, verbinden sich mit den Madonnenstatuen in den Kirchen.
    Maria (die Gezähmte) mit einem Kind der Schande/Vergewaltigung.
    Wir blicken IN JEDER KIRCHE in unsere Vergangenheit!
    Das Totemtier der Hunnen ist der Wolf. Da viele Deutsche und Europäer -ohne es zu ahnen- die Hunnen durch Vergewaltigung in ihren Genen haben, macht dann auch die Aussage zur „Köterrasse“ Sinn!Denn Hunde stammen ja von Wölfen ab.
    Wilhelm Kammeier und Uwe Töpper sind nicht alleine mit ihren Ansichten zur Geschichtsfälschung. Und hier löst sich auf warum die Nachfahren der Hunnen immer unter falschen Identitäten segelten. Ob durch Zwangsvermischung mit geraubten Asiatinnen als Türken oder als Khazaren (ein Turkvolk)zum J–tum übergetreten.
    Jetzt wird erklärbar warum die Kirche Gold hortet und auch die Ärmsten noch bestiehlt! Das Christentum war eben auch nur EIN Deckmantel zum Raub!

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