Fake News in der Geschichte

Fake News gab´s zu allen Zeiten.  Was die frommen Chroniken-Schreiber haben das Blaue vom Himmel herunter gelogen. Wie uns die Schulmeinung eingebläut hat, soll Ostdeutschland, ja ganz Mitteldeutschland, von den Germanen in der »Völkerwanderung« geräumt und von nachrückenden »Slawen« besetzt worden sein. Update mit einem weiteren Auszug aus: Die unbequeme Nation.

Originaltext Georg Kausch:

Allerdings geben die Professoren etwas verschämt zu, daß leider keinerlei Dokumente – nicht einmal gefälschte! – über diese Landnahme durch die »Slawen« aufgefunden oder vorhanden seien. Aus Urnen, Scherben und Grabfunden kann man keinerlei Rückschlüsse auf die Sprache der Bewohner ziehen, das versteht sich von selbst. Dennoch haben Gelehrte, sogar der kluge Prof. Schuchardt, genau dies unternommen und in ihren Büchern einer Slawen-Bevölkerung östlich der Elbe, sogar bis hinauf nach Kiel und Ostholstein, das Wort geredet. Hier ist allerdings eine ununterbrochene Siedlungsfortdauer bis zur Gegenwart einwandfrei nachgewiesen. Auch im Weichselland ist die gotische Besiedlung bis zum Mittelalter unbestritten.

Etliche polnische »Gelehrte« sahen sich gezwungen, gotisch und slawisch gleichzusetzen (siehe Boleslafs Grabinschrift), was nun allerdings dem Sprachbefund völlig widerspricht – wenigstens wenn man unter gotisch den urslawisch/glagolithischen des Kyrill und Method versteht. Und dennoch ist die Behauptung, alles Germanien östlich der Elbe – also genau der Grenze des Christentums – sei von »Sklaven« bewohnt gewesen, eigentlich nicht falsch zu nennen. Hier liegen Widersprüche vor, die sich nicht mit den verkündeten Lehrmeinungen auflösen lassen. Die Slawentheoretiker sind ihnen bisher feige ausgewichen.

Wolff und eine Reihe anderer deutscher Gelehrter haben mit neuen Erkenntnissen diese verworrene Geschichte aufgehellt. Freilich erfuhren sie neben der in solchen Fällen üblichen Totschweige-Taktik gehässige Feindschaft von Berufshistorikern. Die Slawenfrage geht, das muß man beachten, in die politischen Auseinandersetzungen der Gegenwart ein. Sie unterliegt keiner sachlichen Behandlung, sondern wird mit Vorurteilen, Behauptungen und Schlagworten ohne Beweiskraft geführt. Wir stehen davor, nach dem Großen Landraub einen weiteren ungeheuren Betrug an den Germanen/Deutschen des Ostens aufzudecken, einen Betrug, der allen Nutznießern der Ausbeutung und der Herrschaft über die Menschen seit 1000 Jahren unvorstellbar viel Geld eingetragen hat. Da bleiben Wahrheit und Ehrlichkeit auf der Strecke – aber nicht für ewig!

Was versteht man unter Slawen und slawisch geschichtlich? Die Dokumente der Kirche – es spielt bei dieser Frage keine Rolle ob sie gefälscht sind oder nicht – bezeugen, daß die Kirche des Mittelalters unter »sclavi« die unbekehrten, heidnischen Menschen verstand. Im wohlbekannten Doppelsinne der Priester-Dialektik bedeutet das ebenso die völlige Unterwerfung und Entrechtung der Germanen dieser Zeit. »sclavi« im Kirchensinne sind demnach alle diejenigen Menschen, die das Eigentum der Kirche werden sollten oder geworden sind. Als Bezeichnung für eine Sprachengemeinschaft wurde sie – Schande über ihn! – durch einen vom Zaren bezahlten deutschen Gelehrten namens Schlözer (1738 bis 1809), der das Wort sclavus zu Slave abänderte. Schlözers Fälschung beseitigte das Kainsmal der Schmähung und Verachtung, und die gefälschte Bezeichnung wurde jubelnd von allen Propagandisten, auch von der Kirche übernommen. In den Reihen der Abtrünnigen von ihrem eigenen deutschen Volke stehen weitere Dutzende von Gelehrten, die sich die Slawenlüge Schlözers als angebliche historische Tatsache zu eigen machten und sie von den Lehrstühlen vieler deutscher Universitäten verkündeten. Wenn ihre Rolle allgemein bekannt wäre, nicht nur Deutschen, würden sie verflucht sein. Mit Gut, Blut und Leben haben Millionen Menschen, doch vor allem Deutsche, im 19. und 20. Jahrhundert dafür büßen müssen.

Also Probleme mit einer fremden Sprache gab es für die Priester und Heere Ottos, die das Evangelium im »Sklavenlande« (»Sclavinia«) verkündeten und zugleich das Land stahlen, niemals. »Sclavinia« ist nichts anderes als die kirchliche Bezeichnung des freien Germaniens. Man sprach dort dasselbe Deutsch und traf dort ebensolche Deutsche wie im Westen Deutschlands. Oder zum verwechseln gleich an der Weichsel und Südschweden und ebenso in dem Westgotenreiche in Spanien und Südwestfrankreich (durch französische Gelehrte nachgewiesen – man denke an die innigen Verbindungen zwischen Schweden und Polen im 17. Jahrhundert).

Aber finden wir nicht in alten Urkunden Namen von fremden Völkern und Fürsten mit gänzlich fremdklingenden Namen? Letztere habe ich im Falle der Fürsten des Mährenreiches schon aufgeklärt, waren sie im Norden von der katholischen Kirche fabriziert? Allerdings. Wolff wies nach, daß hinter den slawischen rein germanische Namen stehen. Es sind halt nur Tauf- oder Kirchennamen. Sind diese von den Getauften wie in Mähren getragen worden? Hier gehe ich über die Kritiker der Slawentheorie hinaus und sage: Nein! Diese Namen wurden viele Jahrhunderte später erfunden und den alten Fürsten von den Fälschern untergeschoben. Weil man nicht alle Namen ersetzte oder von der Sache verwirrt war oder es überhaupt vergaß, jedenfalls ließ man die germanischen Namen der Verwandtschaft jener Fürsten unberücksichtigt und verriet damit unabsichtlich den ganzen Namenschwindel.

Ein weiterer Beweis für Namenbetrug ist die Unsicherheit bei der Schreibung glagolithischer Namen. Beispiel: Der erwähnte Wikinger Dago soll den Taufnahmen Mesiko erhalten haben. Daneben gibt es weitere Wendungen wie: Miseco, Misica, Meszko, Mesko, Mesco, Mescho, Misizza, Misaco, Miseco, Mischelew, Miesclaus, Meskoll in den lateinischen (Falsch)-»Urkunden«, die Polen fügten noch hinzu: Mieszco, Mieczylaw. Nach Kammeier sind Abwandlungen eines Namens in alten »Diplomen« der treffendste Hinweis auf die Erfinder-Tätigkeit der Urkundenfälscherzunft, das erledigt die Personen-Namensfrage ein für allemal. Man vergleiche damit die eindeutigen Namen der deutschen Kaiser und Könige. Sollen Völkernamen auf einem besseren Untergrund stehen? Prüfen wir es an dem bekanntesten aller Germanen»völker« nach, den Wandalern. Sie werden in »Dokumenten« geschrieben: Vandali, Vandili, Vandilier, Wandila, Vendeli, Wendil, ferner Winuli, Winithi, Wilzi. Sie sollen außerdem Wenden genannt worden sein, nachdem (andere sagen bevor) sie das Christentum annahmen. Man gewinnt das gleiche Ergebnis wie bei Personennamen: Ohne Mühe sehen wir das Treiben der Fälscher.

Wir halten also fest: Als Mittel- und Ostdeutschland erobert und bekehrt wurden, sprach man dort genau so deutsch wie im Westen des »heiligen Reiches«. Als der junge Staat des Dago (Polen) sich dem Papste direkt unterstellte und daraus allmählich Polen wurde, war die Volkssprache eine deutsche Mundart, Gotisch, die Kirchen- und Amtsprache Latein. Indirekt wird dies von Berufshistorikern eingestanden. Sie sagen, »daß das Latein die ›Ausbreitung‹ (!) der polnischen Sprache für 200 Jahre stark ›behindert‹ hat«. Solange die glagolithische Sprache von der katholischen Kirche nicht anerkannt wurde, konnte es selbstverständlich zu keiner Entwicklung, geschweige denn Ausbreitung einer »polnischen« Sprache kommen. Weshalb die Kirche eine völlige Umkehr ihrer Politik mit der Sklavensprache vollzog, ist die Frage einer späteren Geschichtezeit.

Mehr bei Georg Kausch: Die unbequeme Nation.

Hier noch ein weiterer Auszug:

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